chlag
ins Gesicht Plötzlich schlug er kräftig mit dem Handrücken zu,
flach in Chees Gesicht.
»Am besten, wir regeln das unter uns. Sag mir, wo der Stoff liegt. Und ich vergesse, von wem ich's gehört habe. Danach kannst du losziehen und wieder den Navajobullen spielen. Keine Anklage, keine Festnahme, gar nichts. Wir haben eine Menge Erfahrung darin, wie man solche Dinge inoffiziell regelt.« Er schenkte Chee ein wölfisches Grinsen, feste, große Zähne leuchteten weiß aus dem sonnenroten Gesicht. »Manchmal kommt man damit schneller weiter.«
Chees Nase brannte von dem Schlag. Er spürte, daß eine schmale Blutspur bis
zur Oberlippe lief. Sein Gesicht schmerzte, seine Augen tränten. Aber das Schlimmste
an diesem Schlag war die psychologische Wirkung. Es kam ihm so vor, als hätte
sein Denken sich losgelöst, sein Verstand schien auf mehreren Ebenen zu arbeiten.
Auf der einen Ebene waren seine Gedanken mit der Frage beschäftigt, wann ihn
zum letztenmal jemand geschlagen hatte. Das mußte gewesen sein, als er noch
ein Junge war, bei einem Kampf mit einem Cousin. Und
gleichzeitig dachte er darüber nach, wie er sich verhalten, was er sagen sollte,
was eigentlich hier ablief. Und da war noch eine Denkebene. Auf ihr spürte er
nichts als brennende Wut und den Wunsch zu töten. -
Tony Hillerman, Der Wind des Bösen. In: T. H., Der Wind des Bösen / Schüsse
aus der Steinzeit. München 1997
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