utzlosigkeit
JOHNSON. « Man hat die Beobachtung gemacht, daß es unter den
Indianern keine Schwächlinge und Krüppel gibt und als Grund hat man mit Recht
angeführt, daß bei dem harten Leben der Jäger und Fischer schwächliche oder
kränkliche Kinder eben nicht alt werden. Ich zum Beispiel, als Indianer zur
Welt gekommen, wäre sicher früh gestorben; meine Augen wären nicht gut genug
gewesen zur Nahrungssuche. Fischen könnte ich jetzt schon, vorausgesetzt, ich
hätte englisches Angelgerät; als Indianerkind dagegen hätte ich verhungern müssen,
oder man hätte mich totgeschlagen, sobald sich herausstellte, daß ich zu nichts
nütze war.»
BOSWELL. «Vielleicht hätte man doch für Sie gesorgt. Die Indianer sollen ja viel auf Redekunst geben; Sie hätten sich bestimmt herausgeredet.»
JOHNSON. «Nein, ich wäre nicht alt genug geworden, um überhaupt mitzureden;
ich wäre schon vor dem zehnten Lebensjahr tot gewesen. Ein ausgehungerter Wilder
wird niemals ein neunjähriges Balg mit sich herumschleppen, das sich nicht selber
forthelfen kann. Elternliebe ist dortzulande unbekannt.» -
(johns)
- (art)
Nutzlosigkeit (3) Wie lautet die chemisch-physikalische
Zusammensetzung der Hölle? Einem Priester, der um 1902
eine »wissenschaftliche Antwort« auf diese schwerwiegende Frage verlangt, antwortet
L’Ami du clergé (»Der Freund des Klerus«), eine zum Kampf gegen die Freimaurerei
gegründete Zeitschrift, etwas verlegen: »Es muß ein Gesetz geben, aber Gott
hat es nicht offengelegt, denn es gehört nicht zu seinen Gewohnheiten, uns wissenschaftliche
Formeln aufzudecken, die für unser Verhalten völlig unnütz sind.« - (archi)
Nutzlosigkeit (4) Auf Napoleons
Frage, warum er in seiner Exposition du Système du monde (Darstellung
des Weltsystems) den göttlichen Schöpfer
nicht erwähnte, antwortete Laplace stolz: »Diese
Hypothese brauche ich nicht, Sire.« – (archi)
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