rettchen
Es gibt einen Geruch, der die unwahrscheinlichsten Aromen derart nasesträubend
in sich vereint, daß er mehr als widerwärtig riecht – ungefähr
so, als habe ein Geißbock Chemieunterricht in einer Schweißsocke
gegeben.
Vor dem Träger dieses Bouquets flieht das Karnickel aus seinem Bau, sogar der wackere Fuchs nimmt mitunter Reißaus. Einzig der Mensch sucht bereitwillig die Gesellschaft des Frettchens, das in den letzten Jahren fast unbemerkt zum Mode-Haustier avanciert ist.
Eine hundertprozentige Stubenreinheit ist beim Frettchen selten.
Was treibt Menschen dazu, sich so ein stinkendes Heimtier zuzulegen? –
Spiegel 23/99, Henry Glass
|
||
|
||
|
||
|
|
|