eelenwanderung  Octave von Saville und Graf Olaf Labinski schienen gleichzeitig wie im Todeskrampf zu zucken, ihre Züge verfielen, leichter Schaum trat auf ihre Lippen, Todesblässe entfärbte ihre Haut; zwei kleine bläulich bebende Lichtgebilde flirrten ungewiß ihnen zu Häupten. Auf eine gebieterisch schnelle Geste des Doktors hin, die ihnen den Weg in der Luft vorzuschreiben schien, setzten sich die Lichtzungen in Bewegung und begaben sich, eine schimmernde Spur ziehend, zu ihrer Behausung: die Seele Octaves zog ein in den Körper des Grafen Labinski, die Seele des Grafen wanderte in den Leib Octaves. Das Avatar war vollbracht.

Leise Röte bezeigte, daß Leben zurückflutete in den menschlichen Lehm, seiner Seele verlustig während kurzer Sekunden und sichere Beute des dunklen Engels, ohne Einwirkung des Doktors.

In siegerischer Freude flammte das Augenblau des Doktors Cherbonneau auf, der mit großen Schritten im Zimmer auf und ab ging und sich immer sagte: »Die hochberühmtesten Ärzte sollten einmal versuchen, dieses nachzutun, sie, die sich soviel darauf einbilden, wenn sie das menschliche Uhrwerk, so gut es eben gehen will, flicken, wenn es Schaden genommen hat: Hippokrates, Galienus, Paracelsus, van Helsmondt, Boerhaave, Tronchin, Hahnemann, Rasori, der mindeste indische Fakir, der auf einer Tempeltreppe kauert, weiß tausendmal mehr als ihr. Was liegt am Körper, wenn man den Geist in der Gewalt hat!«

Nach dieser Feststellung vollrührte der Doktor Balthasar Cherbonneau einige Freudenluftsprünge und tanzte wie die Gebirge im Sir-Hasirim des König Salomo; er wäre um ein Haar sogar zu Fall gekommen, weil sich sein Fuß im wallenden Brahminenkleid verfing, und dieses brachte ihn zu sich selber und er beherrschte sich. »Erwecken wir unsere Schläfer«, sagte Herr Cherbonneau, nachdem er sich den bunten Staub der Male vom Gesicht gewischt und die Brahminentracht abgelegt hatte. Dann nahm er Stellung vor dem von Octaves Seele bewohnten Körper des Grafen Labinski und führte die nötigen Striche aus, um ihn seinem magnetischen Schlaf zu entreißen. Nach jedem Striche schüttelte er sich das herausgezogene Fluidum von den Fingern. - Théophile Gautier, Avatar. Frankfurt am Main 1985 (st 1161, zuerst 1856)

Seelenwanderung (2) Die Seele des Hermodoros aus Klazomenai verließ den Körper bei Tag- und Nachtzeiten und wanderte weithin durch die Welt. Wenn sie in der Ferne überall an Reden und Taten teilgenommen hatte, kehrte sie zurück. Endlich verriet sein Weib das Geheimnis.

Da bemächtigten sich seine Feinde seines Körpers, als er seelenlos dalag, und verbrannten ihn mitsamt seinem Haus. Aber diese Erzählung ist nicht richtig, denn es war nicht die Seele, die den Körper verließ, sondern sie lockerte jedesmal das Band, das sie mit dem Daimon verband, und gab ihm so Gelegenheit, weit in der Welt umherzuwandern. So konnte er dann von allem, was er außerhalb gesehen und gehört hatte, berichten. Die Feinde aber, die seinen Körper während des Schlafes töteten, sind noch jetzt nicht ihrer Strafe im Tartaros ledig.  - (plu)

Seelenwanderung (3)   Ali ben Ali vermachte in einem ordentlichen Testamente sein ganzes Vermögen dem Verlobten seiner Köchin, stellte sich sehr krank und lud den jungen Handlungsdiener, um ihn angeblich zum Erben seiner Magie zu machen, zu einer geheimen Nachtsitzung ein. Am Morgen war Ali ben Ali friedlich entschlummert, und Abubekr feierte fröhliche Hochzeit mit Suleikha.

Wir aber wissen besser, welche Bewandtnis es mit der Sache hatte: Ali ben Ali hatte den jungen Abubekr getötet, war mit seiner Seele in den Leib des Toten gefahren und lebte nun als sein eigener Nebenbuhler und Erbe fort. Er mag aber unter der strengen Hausherrschaft der schönen Suleikha, die ihn, als er ein Hahn war, ja fast schon geschlachtet hätte, recht gelitten haben. Denn nach wenigen Jahren ist er sehr gereift im Leibe eines Pilgers, den ein Räuber vor seiner Schwelle erwürgt, heimlich fortgewandert. In dieser Gestalt soll er manche Schwanke angestellt, vor allem Feldallah, den König von Mousel und seine Gemahlin Zemrouda in eine vielbesprochene tolle Eheirrung verwickelt haben, um schließlich, als auch der Leib des Pilgers alt geworden, in dem Körper eines jungen, kräftigen Bettlers fortzuleben, dessen Seele er herausgelockt und in einem toten Eunuchen gefangen hatte. - Wilhelm von Scholz, Seelenwanderungskunst. In: Jenseits der Träume. Seltsame Geschichten vom Anfang des Jahrhunderts. Hg. Robert N. Bloch. Fankfurt am Main 1990 (st 1595, zuerst 1916)

Seelenwanderung (4)  Wenn ich einen Mann vor einem Frauenzimmer hinknien sehe, um ihre Hand, oder um ihr Herz, oder in besonderen Fällen um beides zu bitten, so glaube ich immer an die Seelenwanderung und meine, in diesem Manne sei die Seele eines Kameels, das gewöhnlich niederknien muß, wenn man ihm die schwersten Lasten aufbürdet. - (sap)

Seelenwanderung (5)  Die »Traumseele«  ist die einzige Seele und entweicht während des Schlafes aus dem Körper, so daß Träume als ihre nächtlichen Erlebnisse zu verstehen sind. Im Tod verläßt sie den Leib definitiv, bleibt freilich sieben Tage lang in der Nähe des Grabes bzw. des Lagers. Sie ähnelt dem Menschen, aber nur wie sein Schatten. Ihr Gesicht leuchtet – an Glühwürmchen erinnernd. Wenn sie sich in der Nähe der Lebenden aufhält, ist sie besonders gefährlich. Sie versucht, so glaubt man, den Hinterbliebenen die Zunge herauszureißen, um zu töten. Dies beabsichtigt sie, weil es ihr um Gesellschaft bzw. Begleitung auf der letzten Reise geht. Nach sieben Tagen wandert sie gen Osten und muß zwei Brücken überqueren. Die erste ist wie eine Wippe konstruiert, die die Seele in die Höhe schleudert und bei einem Gott am Firmament landen läßt. Der schiebt sie mit dem Ellbogen zu einer zweiten, ins Totenland führenden Brücke – doch die Seele fällt ins Meer. Die Ahnen kommen und befragen sie nach ihren Hinterbliebenen. Wenn sie nicht genug weiß, muß sie auf die Erde zurückfahren.  - Hans-Jürg Braun, Das Jenseits - Die Vorstellungen der Menschheit über das Leben nach dem Tod. Frankfurt am Main 2000 (it 2616, zuerst 1996)

Seelenwanderung (6)   

Wir auch, ein Teil des Alls, wir können, da wir nicht Leib nur,
sondern geflügelte Seelen auch sind, unsre Wohnung in wilden
Tieren finden oder im Leib von zahmen uns bergen,
Leiber, welche die Seelen vielleicht unsrer Eltern und Brüder,
eines, den sonst ein Band uns geeint hat, beherbergt, gewiß doch
die eines Menschen, die wollen in Ruhe und Ehren wir lassen,
nicht mit thyestischem Mahl die Eingeweide uns füllen.
O, wie gewöhnt er sich schlimm, wie bereitet er ruchlos auf Mord an
Menschen sich vor, der die Kehle des Kalbes durchschlägt mit dem Messer,
rührungslos das Ohr seinem Brüllen bietet, und der auch,
der es vermag den Bock zu stechen, wenn seinen Schrei, der
dem eines Knaben gleicht, er ausstößt, vom Vogel zu essen,
dem er selbst das Futter gereicht. Wieviel ist’s, was da fehlt zum
vollen Verbrechen, wohin wird so die Bahn nicht bereitet?
Pflüge das Rind! Doch schreibe sein Sterben den Jahren es zu, es
liefere Waffen das Schaf, zu wehren dem grimmigen Nordwind,
lasse die satte Ziege ihr Euter den pressenden Händen. – 
Fort die Netze, die Fallen, die Schlingen, die Listen und Tücken!
Täuscht den Vogel nicht mit der leimbestrichenen Rute,
schließt den Hirsch nicht ein in die schreckenflitternden Federn
und verbergt nicht den Haken der Angel in trügender Speise.
Tötet, die schaden etwa, doch diese tötet auch nur, bleib
ferne davon euer Mund und genieße sanftere Nahrung!

 - Pythagoras, nach (ov)

Seelenwanderung (7)  Die Überzeugung unserer Fortdauer entspringt mir aus dem Begriff der Tätigkeit; denn wenn ich bis an mein Ende rastlos wirke, so ist die Natur verpflichtet, mir eine andere Form des Daseins anzuweisen, wenn die jetzige meinem Geist nicht ferner auszuhalten vermag. – (goe)

Seelenwanderung (8)  Bevor Buddha seine Buddhaschaft erlangte, schlüpfte er auf seiner Seelenwanderung in die unterschiedlichsten Existenzen. Er war ebenso als Sohn eines Königs oder eines Brahmanen auf die Welt gekommen, er war nicht nur in die Familie eines Töpfers oder eines Musikers hineingeboren worden, er hatte seine Leben nicht bloß als Büßer oder Künstler verbracht und, da die Sternenkonstellation einst ungünstig gewesen war, gar als Räuber. In der  ›Dschatakam‹, einer Sammlung von ›Geburtsgeschichten‹,  liest man von den Existenzen, die der zukünftige Buddha als Tier fristete. Er hatte zum Beispiel als Hase das Licht der Welt erblickt, als »freigebiger« Hase, der den anderen  drei Weisen, dem Affen, dem Fischotter und dem Schakal, ein Beispiel vorlebte, wie man Fastengesetze respektiert.  Tugendhaft war auch das Schwein, das von einer Frau wie ein Sohn behandelt wurde und dessen kleiner Bruder Tundila beinahe das Opfer der Freßlust geworden wäre.  Gar der König hörte, wie das Schwein »mit süßer Stimme in Buddha-Anmut die Unterweisung über das rechte Verhalten erteilte«.  - (loe2)

Seelenwanderung (9)  

Seelenwanderung (10)  Sündhafte Seelen, die an keinen guten Ort gekommen, werden, wenn sie in einem Luftkörper umherschweifend unseren Blicken jede beliebige Gestalt zeigen, Larven oder Gespenster genannt, die für die Guten von keiner Bedeutung, den Bösen aber schädlich sind. Sie zeigen sich bald in einei dünneren, bald einer dichteren Hülle unter der Gestalt verschiedener Tiere und Ungeheuer, denen sie einst in ihren Sitten im Leben ähnlich waren, wie der Dichter singt:

Alsdann erscheint verschiedenerTrug und Gesichter von Tieren;
Plötzlich wird es ein borstiges Schwein und ein wütender Tiger,
Jetzt ein schuppiger Drache, dann eine rötliche Löwin;
Flammen speit es hierauf unter lautem, heftigem Zischen.
So verwandelt es sich in alle Gestalten der Dinge,
Bald in Feuer, in schrecklich Getier, bald in fließendes Wasser.

Eine unreine Menschenseele, die in diesem Leben allzusehr dem Körperlichen anhing, die innigste Neigung zu dem elementarischen Körper hatte, bildet sich aus den Dünsten der Elemente einen andern Körper, indem sie aus solcher bildsamen Materie wie durch einen Atemzug einen Schattenkörper annimmt, der nun nach göttlichem Gesetze gleichsam ihr Kerker und ein sinnliches Organ ist, worin sie Kälte und Hitze erduldet, sowie allem unterworfen ist, was Körper, Geist und Sinne quälen kann, als Gestank, Geheul, Wehklagen, Zähneklappern, Schläge, Reißen und Bande, wie Virgil sagt:

Also läutert die Strafe sie erst, und das alte Verderben
Wird durch Qualen gebüßt. Die hangen in wehenden Lüften
Ausgespannt, die müssen im tiefen Strudel des Wassers
Flecken der Sünd’ abwaschen, und die ausbrennen durch Feuer.

Bei Homer erzählt Alkinous dem Ulysses:  

Auch den berühmten Zögling der Erde, den Tytius sah’n wir,
Wie sein neuer Körper weit ausgespannt, und zu beiden
Seiten ein Geier saß, der die Eingeweide zerfleischte.

Bisweilen bewohnen jedoch solche Seelen nicht bloß derartige figürliche Körper, sondern aus allzu großer Vorliebe für Fleisch und Blut nehmen sie ihre Wohnung auch in den Körpern von Reptilien und Tieren jeder Art, von denen sie wie Dämonen Besitz ergreifen. Dieser Meinung sind auch Pythagoras und vor ihm Trismegistus, welche behaupten, daß die verworfenen Seelen oft in Reptilien und andere Tiere fahren. Solche Körper beleben sie aber dann nicht als wesentliche Formen, sondern sie bewohnen dieselben als Fremdlinge wie einen Kerker, oder sie hängen mit ihnen zusammen wie ein Beweger mit seinem Beweglichen, oder auch sind sie zu ihrer Qual daran gebunden, wie Ixion an das Schlangenrad, Sisypbus an den Felsen. Aber sie nehmen nicht allein von Tieren, sondern bisweilen auch von Menschen Besitz, wie wir von der Seele des Naboth bereits erwähnt haben, daß sie als Lügengeist ausging in dem Munde der Propheten. Daher haben einige behauptet, wenn die Geister ruchloser Menschen in die Körper anderer fahren, so befinden sich diese lange Zeit hindurch unwohl und werden bisweilen von denselben getötet. Auch den seligen Menschengeistern ist es vergönnt, daß sie gleich guten Engeln in uns wohnen und uns erleuchten können, wie wir von Elias lesen, daß, nachdem er aus dem Kreise der Menschen hinweggenommen worden, sein Geist über Elisa kam, und an einer ändern Stelle lesen wir, Gott habe von dem Geiste, der in Moses war, genommen und den siebenzig Männern gegeben. Es liegt hierin ein großes Geheimnis verborgen, das nicht leichtfertig geoffenbart werden darf. Bisweilen werden die Seelen Verstorbener (was jedoch höchst selten vorkommt) von einem solchen Wahnsinn ergriffen, daß sie nicht bloß nach den Körpern Lebender trachten, sondern auch mit höllischer Gewalt in ihre eigenen verlassenen Körper zurückkehren und  gleichsam wieder auflebend abscheuliche Dinge vollbringen.  – (nett)

Seelenwanderung (11) Herakleides Pontikos schreibt dem Pythagoras als Äußerung, die er oft wiederholte, zu, er sei vor Zeiten schon auf Erden gewesen als Aithalides und für des Hermes Sohn gehalten worden; Hermes aber habe ihm erlaubt, zu wählen, was er nur immer wünsche, ausgenommen die Unsterblichkeit. So habe er sich denn die Gabe erbeten, alle Geschehnisse im Leben wie im Tode im Gedächtnis zu behalten. Alles nun, was er erlebt habe, sei ihm im Gedächtnis geblieben, aber auch nach seinem Tode sei ihm diese Gedächtnisstärke verblieben. Einige Zeit daraufsei er als Euphor-bos wieder auf Erden erschienen und von Menelaos verwundet worden. Euphorbos aber erklärte, er sei einst Aithalides gewesen; auch erzählte er von dem Geschenk, das er von Hermes erhalten, sowie von der Wanderung seiner Seele und von allen den Pflanzen und Tieren, in die er sich verwandelt, und von Erlebnissen der Seele im Hades sowie von dem, was die übrigen Seelen durchzumachen haben. Nachdem Euphorbos gestorben, sei seine Seele übergegangen in den Leib des Hermotimos, der seinerseits sich beglaubigen wollte und zu dem Ende sich zu den Branchiden begab; dort wies er nach seinem : Eintritt in den Tempel des Apollon auf den Schild hin, den Menelaos da aufgehängt hatte. Menelaos nämlich – so sagte er -habe nach seiner Abfahrt von Troja dem Apollon den Schild geweiht, der bereits stark vom Zahne der Zeit gelitten, so daß nur noch das elfenbeinerne Antlitz erhalten war. Nach dem Tode des Hermotimos sei er als delischer Fischer Pyrrhos wieder aufgetreten, und immer wieder habe er sich an alles erinnert, wie er vordem Aithalides, dann Euphorbos, sodann Hermotimos und weiterhin Pyrrhos gewesen. Nachdem Pyrrhos gestorben, sei er Pythagoras geworden und bewahre alles das Gesagte treu im Gedächtnis.

Einige behaupten, Pythagoras habe keine einzige Schrift hinterlassen; doch sind sie im Irrtum. Denn Herakleitos der Physiker sagt in vernehmlichstem Tone: „Pythagoras, des Mnesarchos Sohn, hat von allen Menschen am meisten sich der Forschung beflissen, und nachdem er sich diese Schriften auserlesen, machte er daraus eigene Weisheit: Vielwisserei, Rabulisterei." - (diol)

Seelenwanderung (12)  Der Mythos von der Seelenwanderung lehrt, daß alle Leiden, welche man im Leben über andere Wesen verhängt, in einem folgenden Leben auf eben dieser Welt, genau durch die selben Leiden wieder abgebüßt werden müssen; welches so weit geht, daß wer nur ein Thier tödtet, einst in der unendlichen Zeit auch als eben ein solches Thier geboren werden und den selben Tod erleiden wird. Er lehrt, daß böser Wandel ein künftiges Leben, auf dieser Welt, in leidenden und verachteten Wesen nach sich zieht, daß man demgemäß sodann wieder geboren wird in niedrigeren Kasten, oder als Weib, oder als Thier, als Paria oder Tschandala, als Aussätziger, als Krokodil u. s. w. Alle Quaalen, die der Mythos droht, belegt er mit Anschauungen aus der wirklichen Welt, durch leidende Wesen, welche auch nicht wissen, wie sie ihre Quaal verschuldet haben, und er braucht keine andere Hölle zu Hülfe zu nehmen. Als Belohnung aber verheißt er dagegen Wiedergeburt in besseren, edleren Gestalten, als Brahmane, als Weiser, als Heiliger. Die höchste Belohnung, welche der edelsten Thaten und der völligen Resignation wartet, welche auch dem Weibe wird, das in sieben Leben hinter einander freiwillig auf dem Scheiterhaufen des Gatten starb, nicht weniger auch dem Menschen, dessen reiner Mund nie eine einzige Lüge gesprochen hat, diese Belohnung kann der Mythos in der Sprache dieser Welt nur negativ ausdrücken, durch die so oft vorkommende Verheißung, gar nicht mehr wiedergeboren zu werden: Du wirst nicht wieder die erscheinende Existenz annehmen (Chandogya-Upanishaâ); oder wie die Buddhaisten, welche weder Veda noch Kasten gelten lassen, es ausdrücken: »Du sollst Nirwana erlangen, d. i. einen Zustand, in welchem es vier Dinge nicht giebt: Geburt, Alter, Krankheit und Tod.«  - (wv)

Seele Reise
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Palingenesie