eiligkeit Dieser
Mann ist keineswegs zu eingebildet, irgendetwas zu tun, aber er möchte nach
seinen innersten Neigungen immer in einer Ganzheit sakrosankt für sich bleiben,
ohne je irgendwelchen andren Menschen eine Möglichkeit des Angriffes zu bieten.
Es spielen sich auch ohne Frage durchaus einzigartige Vorgänge in ihm ab, und
dieses Ineinanderwirken sehr empfindlicher Kräfte möchte sich durchaus vor jeder
fremden Hand schützen, möchte nie überrascht, nie erschreckt werden, – aber
diese innere Heiligkeit ist im Grunde bei jedem Menschen in gleichem Grade vorhanden,
sie wird nicht viel beachtet.
- Ernst Fuhrmann, Der Geächtete. Berlin 1983 (zuerst
1930)
Heiligkeit (2) Einmal wurde Philipp Neri von frommen Leuten gefragt, wie er zu solcher Heiligkeit habe gelangen können. »Ganz einfach«, antwortete er, »ich überlege mir bei allem, was ich beginne: Wie würde der hl. Ignatius von Loyola es machen? Und dann mache ich das Gegenteil.«
Bei seinem Tod galt er bereits als neuer Apostel Roms und wurde 1622 heiliggesprochen.
Er hatte schon zu Lebzeiten so viele Wunder gewirkt, daß man schließlich über
ihn verbreitete, er vollbringe immer drei Wunder gleichzeitig
an drei verschiedenen Orten. - Albert Christian Sellner, Immerwährender
Heiligenkalender. Frankfurt am Main 1993
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