jakulation
Ductus ejaculatorius (Ausspritzungsgang), ist das vordere,
gerade verlaufende Ende des Ductus deferens von der
Einmündung der Samenblase bis zu seiner schlitzförmigen Ausmündung
im Colliculus seminalis der Harnröhre, jederseits von
der Oeffnung des Utriculus masculinus. Vor dem Zusammenschluß
des Samenleiters und der Samenblasen an tritt der D. e. in die Prostata
ein, die er konvergierend nach vorne durchsetzt. Die Lichtung des
D. e. verengert sich an seinem Anfang rasch auf 1-2 mm Durchmesser, nimmt
während des Verlaufes in der Prostata noch mehr ab, so daß die Ausmündungsstelle
nur 0,5 mm weit ist. Diese starke Verengung des D. e. ist für den Ablauf
der die Ejakulation einleitenden Entleerung von Samenampullen und Samenblasen
zweifellos von großer Bedeutung. Es sind hier nach Weißenberg (Molls
Handb. 1912) »Verhältnisse geschaffen wie bei einer Pipette, deren Mündung
in eine feine Spitze ausgezogen ist. Die Kontraktion der Muskulatur des
Samenleiters und der Samenblase muß bei der zunehmenden Verengerung des
D. e. zu einem langsamen Durchspritzen des Inhaltes in einem Strahle von
bedeutender lebendiger Kraft führen«. - (erot)
Ejakulation (2) Ich fühle mich
bevollmächtigt zu proklamieren, wie das Gesetz, das Gravitation
zu nennen unter uns im Schwange gewesen ist, deswegen existiert, weil die
Materie, als sie entstand, in Atomgestalt in einen begrenzten Kugelraum
hineingestrahlt worden ist, aus 1 individuellen unbedingten beziehungslosen
& absoluten Urpartikel heraus; und zwar vermittelst des einzigen Prozesses,
infolge dessen es möglich war, zu gleicher Zeit die zwei Bedingungen, Ausstrahlung
& allgemein-annähernd gleichförmige Verteilung im Kugelraum zu
befriedigen — dh durch eine Kraft, direkt proportional den Quadraten der
Entfernungen zwischen den ausgestrahlten Atomen einer- und dem speziellen
Ausstrahlungszentrum andererseits. - Edgar Allan
Poe, Heureka, in (poe)
Ejakulation (3) Ich habe mal ausgerechnet,
dass ein Mann mit einer einzigen Ejakulation alle Frauen Europas befruchten
könnte! Und alle Männer der Welt produzieren eine Million Liter am Tag.
Um eine Vorstellung davon zu kriegen, wie viel das ist, habe ich extra
an die Wasserbehörde der Themse geschrieben. Da passierte erst einmal lange
Zeit gar nichts, und dann bekam ich diesen seltsamen Brief: „Vielen Dank
für Ihre Mitteilung zur Wasserqualität. Aber unter dieser eher kuriosen
Bemerkung stand dann doch, dass die Weltproduktion an Sperma dem Wasservolumen
der Themse einen Kilometer unterhalb der Quelle entspricht. Das hat mich
ein bisschen enttäuscht; ich dachte, es wäre mehr. - Steve Jones,
Genetiker. Aus: Der Spiegel 38 / 2003
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