chütteln »Mein Sohn, für dich ist in diesem Hause kein Platz mehr!«

Er setzte Ejikotarô auf eine Waschbütte und stieß sie auf das Wasser hinaus. Die Bütte wurde weit auf das Meer hinausgetrieben, weiter und weiter, bis zuletzt kein Land mehr zu sehen war. Endlich trieben die Wellen die Bütte bis zu einer einsamen Felseninsel. Als er näher kam, sah Ejikotarö einige Teufel auf der Klippe sitzen. Als diese auch ihn gesehen hatten, riefen sie: »Ha, da ist so ein Menschenwurm gekommen, wir wollen ihn fangen und auffressen.« Sie liefen zum Strand und begannen mit großen Schlucken das Meer auszutrinken, und die Waschbütte wurde so durch den Strom des Wassers immer näher an die Insel herangetrieben. Als Ejikotarö das merkte, stellte er sich in der Bütte aufrecht hin, schüttelte seinen Hodensack und sang dazu: »Shizu ko, pon pon, Shizu ko, pon pon!« Darüber mußten die Teufel so sehr lachen, daß sie all das getrunkene Wasser wieder von sich geben mußten, und die Bütte wurde wieder auf die hohe See hinausgetrieben.  - Lügenmärchen aus alter und neuer Zeit. Hg. Georg A. Narciß. Frankfurt am Main 1966 (Fischer-Tb. 744)

Schütteln (2)
 

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