Möse (britisch) Über die Physiognomie der Mösen und ihre Fähigkeit, Lust zu spenden, weiß ich soviel wie die meisten Männer. Physiognomisch lassen sie sich in sechs Kategorien einteilen, aber eine bestimmte Möse kann auch Merkmale von zwei oder mehr Kategorien aufweisen, vor allem hinsichtlich ihrer Entwicklungsstufe, ihrer Klitoris und der Nymphae. Ich teile sie folgendermaßen ein. - Scharf geschnittene Mösen. - Gerade geschnittene Mösen mit Streifen . - Lappenmösen - Mösen mit mageren Lippen. - Mösen mit vollen Lippen. - Hängemösen.

Scharf geschnittene Mösen. - Sie ähneln einem Schnitt durch eine Orange; das Fleisch auf beiden Seiten ist prall, dick, leicht nach innen gewölbt und bildet eher einen Fettwulst als Lippen, obwohl man zuweilen auch eine Neigung zur Lippenbildung sieht. Manchmal sieht man weder die Klitoris noch die inneren Lippen, aber bei allen scheint die Haut dort, wo sich die Polster nach innen wölben und aufeinandertreffen, stärker gerötet, und es zeigt sich ein ganz schmaler, korallenroter Streifen, nicht mehr als ein versteckter Hinweis auf die roten Innenflächen. Diese Art von Möse ist bei Mädchen bis zum Alter von vierzehn Jahren am schönsten, bevor das Haar darauf zu sprießen beginnt, aber man sieht sie auch bei sehr viel älteren Frauen. Die Fleischwülste sind fest, aber geschmeidig, das Polster des Hügels ebenso. Die Mösen dieser Kategorie verändern sich im allgemeinen mit fortschreitendem Alter, aber ich habe sie auch bei einer Fünfunddreißigjährigen gesehen. Wo man bei erwachsenen Frauen diesen Mösen begegnet, ist zumeist viel Platz zwischen den Schenkeln, so daß der Mann seine Hand bequem zwischen sie schieben un die Vulva ganz umfassen kann. Vielleicht ist den Abstand der Schenkelknochen schon am Becken sehr groß, aber auch bei kleinen Frauen habe ich solche breiten Mösen gesehen und befühlt.

Gerade geschnittene Mösen mit Streifen. - Diese Mösen ähneln in vielem den zuerst genannten, aber die Nymphae sind etwas stärker entwickelt, die Klitoris ebenfalls - nicht sehr stark, aber doch so daß sie zwischen den äußeren Lippen einen sichtbaren, roten Streifen bilden, der die äußeren Lippen zu öffnen scheint. Manchmal zeigt sich das Rot in größerem Umfang nur, wenn die Schenkel gespreizt werden - bei anderen auch dann, wenn sie geschlossen sind. - Bei einigen schiebt sich die kleine Klitoris (keine häßliche, große) unter dem Haar, das über der Spalte sehr dicht sprießt, ein wenig nach vorn, während sich die Nymphae zwei Zentimeter weiter unten dem Blick entziehen, es sei denn, die Schenkel sind weit geöffnet. Ich habe diese Möse bei Frauen bis dreißig gesehen, und für mich ist sie gewiß die köstlichste, erlesenste, schönste und verlockendste von allen. Fast immer habe ich sie bei den am schönsten gebauten, rundlichen, besonders hübschen Frauen gefunden. - Es ist dies tatsächlich die einzige Kategorie von Mösen, die man als schön bezeichnen kann. Vielleicht ist die Möse in Wirklichkeit kein schönes Ding, aber die sexuellen Instinkte machen ihren Anblick für den Mann erregend und reizvoll.

Lappenmösen. - Sie haben stark ausgeprägte Lippen, die Klitoris steht vor und die Nymphae hängen fast über die ganze Länge des Spalts bis hinab zur Vagina hervor. - Frauen um die vierzig haben meist diese Möse, und wenn sie viel gevögelt oder gewichst haben, dann ist sie tief dunkelrosa oder karmin gefärbt. Ich haben Frauen gesehen, bei denen sie blaurot war. Ich habe auch gesehen, daß die Nymphae zwischen den äußeren Lippen heraushingen oder vortraten, oft anderthalb, aber auch bis zu drei Zentimeter weit. Es war so abstoßend für mich, daß ich darüber einmal alles Gefallen an einer wirklich wohlgeformten, hübschen Frau von fünfunddreißig Jahren verlor, die ich kennengelernt hatte. Viele französische Dirnen in den Bordellen bekommen mit der Zeit solche Mösen, vermutlich durch exzessiven Geschlechtsverkehr. Oft entwickeln sie sich auch bei Frauen, die Kinder hatten. - Mir erscheint diese Möse fast so häßlich wie die Hängemöse.

Mösen mit mageren Lippen. - Bei ihnen sind die Nymphae manchmal sichtbar, manchmal auch nicht. Arme, schmächtige, ziemlich junge, halb verhungerte Frauen mit dünnen Schenkeln und armseligen Kaninchensteißen haben Mösen von dieser Art. Diese Möse ist nicht direkt häßlich, außer wenn die Nymphae zu sehr vorstehen, was häufig der Fall ist, denn viele dieser armen, dünnen Frauen haben Kinder bekommen, und die Spuren davon sieht man auf ihren armseligen, flachen Bäuchen, die eingefallen zwischen den hervorstehenden Hüftknochen hängen - (Frauen mit dieser Art von Möse geben sich meist züchtig, bedecken ihre Spalte mit der Hand, erklären, sie ließen sich nicht gern betrachten, und kichern dabei affektiert. Ich vermute, sie sind sich des Mangels an Schönheit in diesen Partien bewußt.

Mösen mit vollen Lippen. - Man findet sie meist bei erwachsenen Frauen; sie treten hervor wie eine der Länge nach geteilte Wurst, verlieren sich dann in den fleischigen Partien zu beiden Seiten unter dem prallen, dicht behaarten Mons veneris oder Hügel. Dralle, wohlgenährte Frauen besitzen sie, und sie sehen gut und hübsch aus zwischen den breiten, weißen Schenkeln, darunter die großen, runden Hinterbacken. In meiner Jugend und noch lange danach waren mir diese Mösen die liebsten. Mary, eine meiner ersten Lieben, und Louisa Fisher besaßen solche Mösen in vollkommener Ausprägung. - Ich vermute, sie üben auf sehr junge Männer den größten Reiz aus, denn so wie sie aussehen, stellen sich alle Jungen, ehe sie das Geschlecht einer Frau zu Gesicht bekommen haben, eine Möse vor - daran erinnere ich mich noch sehr genau. Im ganzen gesehen macht diese Möse einen Eindruck von Geräumigkeit. Frauen mit dieser Art von Möse lassen meist gern zu, daß man sie betrachtet und betastet, und lächeln den Mann, während die Untersuchung vonstatten geht, wollüstig an, als wären sie stolz auf ihre Kerbe, und es gefällt ihnen, wenn Männer sie betrachten und zu würdigen wissen.

Hängemösen. - Die äußeren Lippen dieser Mösen sind wie dünne Wursthälften und scheinen fast vom Unterleib herabzuhängen, so daß zwischen der Außenseite der Lippen und der Innenseite der Schenkel eine Furche bleibt. Dies ist die häßlichste Möse von allen - und noch häßlicher wird sie, wenn die Nymphae weit hervortreten, was oft der Fall ist. Sie sehen aus, als litten ihre Besitzerinnen an Schwindsucht. Das Haar auf diesen Mösen wirkt, wie ich festgestellt habe, oft wirr und schütter - und wenn es etwas dichter steht, dann wirkt der Busch kränklich, lang und wenig gelockt. - Mehrmals sah ich mich, wenn ich an eine Frau mit einem solchen häßlichen Genital geraten war, nicht imstande, sie zu liebkosen. - Hängemösen und Mösen mit mageren Lippen findet man zumeist bei mageren, schmächtigen, schlecht genährten, nicht allzu jungen Frauen, bei armen, kleinen, schmalärschigen Näherinnen, deren Steißknochen man ertasten kann. Ich glaube, bei ihnen liegt es vor allem am Nahrungsmangel und häufig an ihrem kränklichen Zustand. - Bedürftige Huren mittleren Alters - jene, die Schleier tragen und sich für dreißig auszugeben versuchen, während sie eher auf die fünfzig zugehen - besitzen sie oft. In jungen Jahren habe ich mich häufig von ihnen täuschen lassen, aber heute gehe ich keiner Frau nach, die einen Schleier trägt. In allen Kategorien der Schönheit kann man auch den einen oder anderen Makel finden, denn die Möglichkeiten, wie sich äußere Lippen, Klitoris, Nymphae, Hügel und Haar zueinander fügen, sind nach Quantität, Größe und Form unendlich vielgestaltig.

Man findet nicht zwei Mösen, die einander völlig gleich wären, daher auch der Reiz der Abwechslung und das immer wiederkehrende Verlangen nach neuen Frauen beim Mann. Immer übt das Neue einen Reiz auf uns aus, dies ist uns angeboren. - Aus: "Walter", Viktorianische Ausschweifungen. Nördlingen 1986 (Greno, Die Andere Bibliothek # 24, zuerst "My Secret Life" , ca. 1890)

Möse (hispano-amerikanisch) Rosita hat eine großartige Möse, wenn sie einmal geöffnet vor dir liegt ... ich wünschte, ich hätte eine Taschenlampe, um in dieses dunkle Loch zu schauen. Es sieht aus wie die Höhle von Kalkutta ... ich kann mir fast vorstellen, daß die Körper aller Männer, die jemals versucht haben sie zu ficken, auf einem Haufen da drinnen liegen. Durch ein Loch wie dieses müßte man geradewegs bis zu ihren Weisheitszähnen sehen können.

Aber ich habe einen Schwanz, der es füllen kann ... ich greife nach Rositas wirbelnden Beinen und drücke sie so weit nach oben, bis die Knie ihre Titten berühren. Was ich von ihr vor mir habe, ist nur Arsch und Möse ... sonst nichts. Ich stecke meinen Schwanz in die Höhlengegend, und er verschwindet in der Mitte ihres Buschs. Wackelt sie nicht? Bevor ich noch meinen Schwanz in Aktion setze, beginnt sie schon zu hopsen, als hätte ich einen Eimer glühender Kohlen in ihre Ofentür geschüttet. Sie greift unter ihrem Hintern herum nach meinen Eiern und knetet sie, bis ich mir Sorgen mache, ob auch die Verankerung hält ... sie kommt, jault sie.. , ich sauge an ihren Titten... ich habe einen ausbrechenden Vulkan unter mir. - (opus)

Möse (absolute)   Sie schlich sich im Dunkeln herunter, sobald sie mich dort allein witterte, und stülpte ihre Möse ganz über mich aus. Es war eine riesige Möse, wie ich mich erinnere. Ein dunkles, unterirdisches Labyrinth, ausgestattet mit Diwans und gemütlichen Ecken, Gummizähnen und Fliederbüschen, sanften Ruheplätzen, Eiderdaunen und Maulbeerblättern. Ich bohrte mich wie der Einsiedlerwurm hinein und verkroch mich in einer kleinen Ritze, wo es völlig still und so weich und friedlich war, daß ich wie ein Delphin auf den Austerbänken dalag. Ein kleiner Ruck, und ich befand mich zeitunglesend im Pullman oder aber in einer Sackgasse, wo es bemooste runde Kopfsteine und kleine weidengeflochtene Gatter gab, die sich automatisch öffneten und schlössen. Manchmal war es, als fahre man Wasserbahn, ein steiles Tauchen und dann ein Sprühregen von prickelnden Seekrabben, die Binsen wiegten sich fieberhaft, und die Kiemen kleiner Fische streiften mich wie das Register einer Mundharmonika. In der riesigen dunklen Grotte spielte eine Seifenorgel eine raubtierhafte, düstere Musik. Wenn sie in Erregung geriet, den Saft voll laufen ließ, gab es eine purpurviolette, tief maulbeerfarbene Färbung wie Zwielicht, ein bauchrednerisches Zwielicht, wie es Zwerginnen und Kretins genießen, wenn sie menstruieren. Es ließ mich an blumenkauende Kannibalen decken, an Amok laufende Bantus, an wilde Einhörner, die sich in Rhododendronbüschen paaren. Alles war namenlos und unausgesprochen. Herr Jedermann und Frau Jedermann; über uns die Benzintanks, unter uns das Leben des Meeres. Überm Gürtel, wie gesagt, war sie verrückt. Ja, völlig übergeschnappt, aber doch ganz bei der Sache. Vielleicht machte das ihre Möse so wunderbar unpersönlich. Es war die Möse der Mösen, eine regelrechte Antillenperle, so wie Dick Osborn eine entdeckte, als er Joseph Conrad las. Sie lag im weiten Pazifik des Geschlechts als ein silbern schimmerndes, von menschlichen Anemonen, menschlichen Seesternen und Korallen umgebenes Riff. Nur ein Osborn konnte sie entdeckt, konnte die richtigen Breiten- und Längengrade der Möse angegeben haben. Wenn man ihr bei Tag begegnete und beobachtete, wie sie langsam immer dümmlicher wurde, war es, als ertappe man ein Wiesel bei einbrechender Nacht. Ich brauchte nichts anderes zu tun, als mich im Dunkeln mit offenem Hosenlatz hinzulegen und zu warten. Sie war wie die plötzlich unter Kaffern auferstandene Ophelia. Sie konnte sich an kein Wort irgendeiner Sprache erinnern, und besonders nicht an die englische. Sie war eine Taubstumme, die ihr Gedächtnis verloren hatte, und mit dem Verlust des Gedächtnisses hatte sie ihren Kühlschrank, ihre Brennschere, ihre Haarwickel und ihre Handtasche verloren. Sie war, sah man von dem Haarbüschel zwischen ihren Beinen ab, sogar nackter als ein Fisch. Sie war sogar schlüpfriger als ein Fisch, denn schließlich hat ein Fisch Schuppen, und sie hatte keine. Manchmal war es zweifelhaft, ob ich in ihr war oder sie in mir. Es herrschte offener Krieg, ein neumodisches Pankration, bei dem jeder sich in den eigenen Hintern biß. Liebe unter Molchen, und die Sicherung ausgeschaltet. Liebe ohne Geschlechtsunterschiede und ohne Lysol. Brütende Liebe, wie sie die Vielfraße oberhalb der Baumgrenze treiben. Auf der einen Seite das Arktische Meer, auf der anderen der Golf von Mexiko. Und obwohl wir beide nie offen darüber sprachen, war immer King-Kong bei uns, King-Kong, der im untergegangenen Schiffsrumpf der Titanic zwischen den phosphoreszierenden Gebeinen von Millionären und Neunaugen schlief. Keine Logik konnte King-Kong vertreiben. Er war das riesige Bruchband, das die flüchtige Seelenangst zusammenhielt. Er war der Hochzeitskuchen mit behaarten Beinen und kilometerlangen Armen. Er war der ablaufende Film, auf dem die letzten Neuigkeiten vorbeiziehen. Er war die Mündung des Revolvers, der nie losging, der mit abgesägten Gonokokken bewaffnete Aussätzige.  - Henry Miller, Wendekreis des Steinbocks, Reinbek bei Hamburg  1972 (zuerst 1939)

Möse (orientalisch) rahim, fardsch, kuss, zunbûr, Krauseminze des Kühnen, nudûl, Herberge des Abu Mansûr, enthülster Sesam. - (1001), 9. - 19. Nacht

Möse (rotwelsch)  Baßmeichel Beff Bellamaunz Belmonte der Bletz die Busche Dotsch, Datsch Fotze Geige, Geigerl das Geschirr der Girlitz Haartruhe Humse, Humpse Kiebitz Köcher Koffer die Knull Krummei Kutsch Kutte Laffoi Lautori Meis Michole Minsch Musch, Muschel, Mutz Poschemine Pumpel, Pümpel Punze Quindipse Rieglerin Schese der Schmuh Schmuppe, Schmutte Schnalle die Schosa, das Gschoß Schublade Schumpel das Zifferblatt. - (kas)

Möse (wissenschaftlich) Während »Vagina« biologisch und medizinisch korrekt nur den inneren Körperkanal zu Gebärmutter bezeichnet, umfaßt der Begriff »Vulva« den äußerlich sichtbaren Teil der weiblichen Geschlechtsteile, also die Schamlippen und den Kitzler (Klitoris). Nur Säugetiere sind mit solchen, die Geschlechtsöffnung umschließenden Accessoires ausgestattet.

Die Weibchen anderer Tierklassen besitzen nur ein schmuckloses Loch oder einen Schlitz. Bei Fadenwürmern liegt dieser Schlitz nicht längs, sondern quer. - (mier)

Möse (französischNoch tiefer hinuntersteigend, findet man Frauen, die häßliche und wenig angenehme Naturen haben. Bei den einen ist das Haar daran in keinerlei Weise gekräuselt, es hängt vielmehr so lang herunter, daß man meint, es sei ein Sarazenenschnurrbart; trotzdem scheren sie sich das Vlies nie ab, sondern tragen es gern so, da man sagt: ›Bestreuter Weg und behaarte F... sind beide gut zu reiten.‹ Ich hörte von einer sehr vornehmen Dame, daß sie derartiges Haar trug.

Ich hörte von einer andern schönen und ehrbaren Dame, die ihre Haare so lang trug, daß sie seidene Bänder und Schnüre in karmesinroter oder anderer Farbe hineinflocht, sie wie Perückenlöckchen kräuselte und dann an ihren Schenkeln befestigte; in solchem Zustand präsentierte sie sie manchmal ihrem Gatten und ihrem Liebhaber; oder sie drehte ihre Bändchen und Schnürchen ab, so daß die Haare nachher gekräuselt schienen und hübscher aussahen, als sie sonst getan hätten.

Dabei konnten natürlich viel wunderliche und unzüchtige Späße gemacht werden; denn da sie sich ihre Löckchen nicht selber anfrisieren konnte, mußte eine ihrer Lieblingsfrauen sie darin bedienen. Naturgemäß ging es da nicht ohne allerlei Schlüpfrigkeiten ab, wie man sich vorstellen kann.

Im Gegensatz hierzu gefallen sich etwelche Frauen darin, diesen Teil glatt abrasiert zu tragen wie einen Priesterbart.

Wieder andere Frauen haben überhaupt kein Haar oder wenig, wie ich von einer sehr großen und schönen Dame hörte, die ich kannte; das ist allerdings gar nicht schön und gibt Raum zu einem schlimmen Verdacht; genauso gibt es Männer, die bloß kleine Bartbüschel am Kinn haben und bei denen man daher auch kein besseres Blut vermuten kann als bei einem Aussätzigen.

Bei anderen ist die Pforte so groß, so ausgedehnt und so breit, daß man sie für die Höhle der Sibylle halten könnte. Von einigen, und zwar sehr vornehmen, hörte ich, bei denen sie so geräumig ist wie bei keiner Stute, obgleich sie soviel Kunstmittel gebrauchen, als sie nur können, um das Tor zu verengern; nach zwei- oder dreimaligem Durchgang aber kommt dieselbe Öffnung wieder zum Vorschein; noch mehr, ich habe sagen hören, wenn man bei manchen die Natur betrachtet, dann klafft sie auseinander wie bei einer Stute, wenn sie in Brunst ist. Man hat mir von dreien erzählt, die mit einem derartigen gähnenden Schlund dienen können, wenn man sich die Mühe gibt, sie aufmerksam zu betrachten.

Ich hörte von einer großen schönen und vornehmen Dame, die von einem unserer Könige den Namen ›pan de con‹ bekommen hatte, so breit und groß hatte sie‘s, und nicht ohne Grund, denn sie hat es sich in ihrem Leben von manchen Ellenreitern und Feldmessern ausmessen lassen; und je mehr sie sich tagsüber Mühe gab, es zu verengern, erweiterte man es ihr während der Nacht in zwei Stunden so sehr, daß man ihr, was sie in einer Stunde machte, in der andern wieder beseitigte, wie das Gewebe der Penelope. Schließlich nahm sie von allen Kunstmitteln Abstand und gab sie auf, um sich dafür die dicksten Muster auszuwählen, die sie finden konnte.

Ein derartiges Heilmittel war sehr gut; desgleichen hörte ich auch von einem sehr schönen und ehrbaren Mädchen am Hofe, die sie im Gegenteil so klein und eng hatte, daß man daran verzweifelte, jemals ihre Jungfernschaft bezwingen zu können; aber auf den Rat einiger Ärzte oder Hebammen, ihrer Freunde oder ihrer Freundinnen, ließ sie die Bearbeitung mit den kleinsten und dünnsten Gliedern in Angriff nehmen, dann kam sie zu den mittleren, dann zu den großen, entsprechend einer Art Abstufung, wie sie auch einmal von Rabelais für die Befestigungsmauern von Paris aufgestellt wurde. Nachdem dann einer nach dem andern solche Versuche darangesetzt hatte, gewöhnte sie sich so sehr an alle Formen, daß ihr die größten nicht die Furcht machten, die ihr vorher schon von den kleinsten eingeflößt worden war.

Bei anderen wieder sind die Schamlippen so lang, hängen herunter, wie bei dem indischen Hahn der Kamm, wenn er in Wut ist; des können sich auch verschiedene Damen rühmen, wie ich hörte; aber auch junge Mädchen haben sie so.

Den verstorbenen Herrn von Randan hörte ich folgende Geschichte erzählen: >Es waren einmal gute Gesellen am Hof zusammen, der Herr von Nemours, der Herr Vicomte von Chartres, der Herr Graf de la Roche, die Herren von Montpezac, Givry, Genlis und andere, die eines Tages, als sie nicht wußten, was sie tun sollten, zuschauten, wie die Mädchen pißten, das heißt sie waren unten versteckt, und jene waren oben. Eine war da, die auf die Erde pinkelte; ich will sie nicht nennen; die Diele bestand aus Brettern; und sie hatte so große Schamlippen, daß sie durch die Spalte jener Bretter reichten und auf Fingerlänge zum Vorschein kamen. Herr von Randan, der einen Stock mit einer Spitze hatte, den er einem Lakaien abgenommen, durchstach damit ihre Schamlippen geschickt und klitschte sie gegen die Diele; das Mädchen, den Stich spürend, erhob sich plötzlich so heftig, daß sie sie beide zerriß; aus zwei Teilen, die sie hatte, erhielt sie vier; so bekamen ihre Lefzen das Aussehen eines Krebsbartes. Es bekam aber dem Mädchen sehr übel, und die Königin wurde sehr zornig. Herr von Randan und die Gesellschaft erzählten die Geschichte dem König Heinrich, der als guter Kamerad sich vor Lachen darüber ausschüttete und der Königin gegenüber, ohne etwas zu verbergen, alles wieder ins reine brachte.<

Jene großen Schamlippen veranlaßten mich einmal, daß ich einen ausgezeichneten Arzt nach der Ursache fragte. Ich bekam die Antwort, wenn die Mädchen und Frauen in Brunst kämen, bearbeiteten sie sich, zögen, zerrten, wickelten, spielten, drehten sie daran, damit sie beim Zusammenkommen einander mehr Lust bereiteten.

Solche Frauen und Mädchen würden mit nach Persien passen, nicht aber nach der Türkei, da in Persien die Frauen beschnitten werden, weil ihre Natur, ich weiß nicht wie, dem männlichen Glied (sagen sie) ähnlich sein soll. Das ist bei den Frauen in der Türkei dagegen nicht der Fall. Aus diesem Grunde wer-den sie von den Persern Ketzer genannt, weil sie nicht beschnitten sind, ihre Natur habe keine Gestalt, sagen sie; sie betrachteten sie nicht so gern wie die Christen. Das wird von Leuten berichtet, die in die Levante gereist sind. Solche Frauen und Mädchen, sagte jener Arzt, sind sehr der Liebe Donna con donna ergeben.

Ich hörte von einer sehr schönen Dame, von einer der höchsten, die es am Hofe gab, daß sie bei ihr nicht so lang wären; infolge einer Krankheit, die sie von ihrem Gatten bekam, wurden sie ihr verkürzt; sie hat sogar bloß auf einer Seite eine Schamlippe, weil ihr alles vom Schanker zerfressen wurde, so daß sie ihre Natur sehr verkümmert und halb zerstört nennen kann; nichtsdestoweniger wurde jene Dame von verschiedenen sehr begehrt, manchmal teilte sie sogar das Lager eines großen Herrn. Ein Großer sagte eines Tags am Hofe, er wünschte, seine Frau gliche ihr und sie hätte auch bloß die Hälfte, so reich war sie damit gesegnet.

Von einer andern Dame, die wohl hundertmal über ihr stand, hörte ich, sie habe einen Vorfall, der ihr auf die Länge eines großen Fingers aus ihrer Natur herausragte, weil sie, sagte man, bei einer ihrer Niederkünfte von ihrer Hebamme ungeschickt behandelt wurde, was Mädchen und Frauen häufig passiert, die heimliche Niederkünfte oder die sich durch einen Unfall verletzt haben. So kannte ich eine der schönsten Frauen von da und da, die als Witwe sich niemals wieder verheiraten wollte, weil das von einem zweiten Gemahl entdeckt werden und sie darum geringgeschätzt, möglicherweise mißhandelt werden konnte.

Jene ebengenannte große Dame gebar unerachtet ihres Vorfalls ebensoleicht, wie wenn sie gepißt hätte, denn man sagte ihrer Natur große Geräumigkeit nach. Sie wurde auch sehr geliebt und im geheimen sehr bedient; aber sie ließ sich nur höchst ungern betrachten.  - (brant)

Möse (italienisch) Ungeachtet der Ratschläge meiner Verwandten wollte ich nie mit Mama schlafen. Im Laufe meiner Existenz hatte sich ein finsterer Abscheu gegen ihre Schleimhäute in mir gebildet - gegen jene mürben Fleischkrater, die alle in einer allgemein fruchtbaren und mit einer gewissen Beredsamkeit ausgestatteten Mitte zusammenflössen. Sechs Öffnungen waren - wie es die Tradition will - meinem Vater reserviert, die übrigen sieben aber standen den Verwandten zur Verfügung, auch den Katzen, den großen Hunden und den in Stärke getauchten Schlangen. Doch die beste Vagina von allen, die überlebt hatten, war zweifellos die meine. Sie schlug mir entgegen - ungeheuerlich und eindringlich - und in früheren Jahren hatte sie gelernt, mir schlüpfrige Schlafliedchen zuzuflüstern. Ich wußte nicht, ob dieses Überleben nur Zufall war oder mütterliche Bosheit oder ein Wunder, doch läßt mich die große Frömmigkeit, die meine Mutter auszeichnet, eher auf letztere Annahme schließen, besonders da sich in einem der acht von ihrem Rosenkranz anerkannten theologischen Systemen möglicherweise auch ein Dummkopf-Numen befand. Nun - im Grunde waren alle diese Anspielungen auf meinen Vater, diese Andeutungen von Blutschande nichts weiter als Wiederholungen - jahrhundertealte Echolalien; doch wozu dieses so sehr die eigenen Verhältnisse resümierende Geschöpf aufmerksam machen auf das langsame Nahen des Nichts? - Giorgio Manganelli, Unschluß. Berlin 1978 (Wagenbach Quarthefte 82, zuerst 1976)

Möse (Renaissance-italienisch)

- Leonardo da Vinci

Möse (jamaikanisch)  Man könnte auf die Idee kommen, dass der jamaikanische Mann mit dem Schwanz denkt. Jedenfalls denkt er viel an Pussy, Pum Pum und Punani. Punani ist im jamaikanischen Englisch die favorisierte Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsteil - und es gibt Songs, deren Text aus nichts anderem besteht als Variationen über das klangvolle Wort: Pu-na-ni, Pu-na-niiiee, Puuu-naaa-niii, Pu-naaa-ni. Auf der vorliegenden Sammlung besingt ein gewisser Gospel Fish einen "Punani War" und erörtert Geruchsfragen in "Punani fi smell". Und wenn Mighty Sparrow singt, dass er unter Saltfish begraben werden möchte, dann riecht auch er Punani. Sehr beliebt ist auch die Umdeutung populärer Melodien: Aus "Love me tender" macht Lady P. - ja, auch Frauen reden Slack - "Wuck me tender". Derrick Morgan recycelt das schöne alte "Ride The Donkey": Als ich ein kleiner Junge war, erzählt er, da habe ich immer Mama und Papa beobachtet, und alles, was Papa getan hat, war: "Ride Mama Fanny". - Klaus Walter, taz vom 2. August 2007

Möse (japanisch)

- (erot)

Möse (lachend)  Evelyn  hatte eine lachende Möse. Sie wohnte auch im oberen Stockwerk, nur in einem anderen Haus. Sie kam immer um die Essenszeit hereingetrottet, um uns einen neuen Witz zu erzählen. Eine Komödiantin reinsten Wassers, die einzige wirklich drollige Frau, der ich je im Leben begegnet bin. Alles war für sie ein Spaß, das Ficken eingeschlossen. Sie konnte sogar einen steifen Pint zum Lachen bringen, was allerhand heißt. Man sagt, ein steifer Pint habe kein Gewissen, aber ein steifer Pint, der dabei lacht, ist phänomenal. Das läßt sich nur so beschreiben, daß Evelyn, wenn sie heiß und erregt wurde, eine bauchrednerische Szene mit ihrer Möse aufführte. Wenn man ihn gerade hineinstecken wollte, brach die Puppe zwischen ihren Beinen in ein schallendes Gelächter aus. Gleichzeitig griff sie nach einem und gab ihm einen kleinen spielerischen Drücker. Sie konnte auch singen, diese Puppe von einer Möse. Sie benahm sich wirklich wie ein dressierter Seehund.

Nichts ist schwieriger, als in einem Zirkus Liebe vorzuführen. Da sie immer den dressierten Seehund vorführte, wurde sie so unnahbar, als säße sie hinter den Gittern eines Käfigs. Sie brachte den ›persönlichsten‹ Steifen der Welt zum Umfallen. Brachte ihn durch Gelächter zum Umfallen. Gleichzeitig war das nicht so demütigend, wie man glauben könnte. Dieses vaginale Gelächter hatte etwas Sympathisches. Die ganze Welt schien wie ein pornographischer Film abzurollen, dessen tragisches Thema Impotenz hieß. Man sah sich selbst als einen Hund, ein Wiesel oder ein weißes Kaninchen. Liebe war etwas für besondere Gelegenheiten, sozusagen eine Dose Kaviar oder eine Sonnenblume aus Wachs. Man konnte den Bauchredner in sich über Kaviar oder Sonnenblumen reden hören, aber der wirkliche Mensch war immer ein Wiesel oder ein weißes Kaninchen. Evelyn lag stets mit gespreizten Beinen im Kohlfeld und bot dem ersten besten, der kam, ein helles grünes Blatt an. Aber wenn man Miene machte, daran zu knabbern, brach das ganze Kohlfeld in Gelächter aus, ein helles, trauriges vaginales Gelächter, wie es sich Jesus H. Christus und Immanuel Leisegang Kant nie hätten träumen lassen, denn wenn sie das getan hätten, sähe die Welt nicht so aus wie heute, und außerdem hätte es keinen Kant und keinen Christus den Allmächtigen gegeben. Das Weibchen lacht selten, wenn es aber lacht, dann vulkanisch. Wenn das Weibchen lacht, rettet das Männchen sich am besten schnell in den Wirbelsturmkeller. Nichts kann sich gegen dieses triumphierende vaginale Gelächter behaupten, nicht einmal Eisenbeton.  - Henry Miller, Wendekreis des Steinbocks, Reinbek bei Hamburg  1972 (zuerst 1939)

Möse (einer Zwergin)  

Möse (japanisch, 2)

- Kunisada II

Möse (lateinisch)

Cunnus--a coynte
Cunus albus--coynte clothed in white, a prostitute
Cunnus consule natus--a woman of noble birth
Cunnus garrulus--a chattering coynte[1]
Cunnus osseus--a bony coynte, that of an old woman
Cunni gemini--twin coyntes, tribades
Fores--an entrance, gates
Fossa--a ditch; is also employed to designate the posteriors of a catamite
Inguina--loins
Locus--a place
Media--the middle
Specus--a cavity

[1]. One which utters a clucking sound (poppysma) during coition by reason of its moistness.

Additional:

Ager--a field, a woman's parts and even the buttocks
Alvus--the womb
Amphidaeum--the labia of the coynte
Antrum muliebre--a woman's cave
Anulare and annulus--a ring
Aquae fons--a fountain of water
Ara voluptatis--the altar of pleasure
Arvum--a field
Barathrum--a cave
Bucca--a cheek
Bulga--a leathern bag, the womb
Cadurca--the labia of the coynte
Cadurcum--a coverlet
Campus--a plain, an open space
Campus venereus--the field of pleasure
Castra cupidnis--Cupid's camp
Caverna--a cavern
Cavum--a cave
Celox--a boat
Concha--a shall
Crista--a crest
Crypta--a crypt
Cunnulus--a small coynte
Custon--a receptacle for perfumes
Delphys--the womb
Delta--the Greek letter d
Eschara--the labia
Femen--the upper part of the thigh
Femur summum--the top of the thigh
Folliculus--a husk, pod, follicle
Fons--a fountain
Fundus--a farm
Genitalia--the genital organs of either sex
Gremium--the vulva
Hiatus--a cleft
Hortus--a garden
Hortus conclusus--an enclosed garden
Hortus Cupidinis--Cupid's garden
Hortus Hesperidum--the garden of the Hesperides
Hortus muliebris--a woman's garden
Humidus lacus--a humid lake
Hystera--the womb
Illa--that (i.e. the coynte)
Interfemineum--between the thighs
Lambda--Greek letter l
Lubricum femur--lubricious thigh
Marisca--a fig
Matula--a chamber-pot
Meatum veneris--the passage of pleasure
Melina--honey
Muliebria--the womanly parts
Murton (murtum)--the clitoris
Natura--the natural parts of either sex
Navis--a barque
Oppidulum--a small town
Ostium--an entrance
Parma--a valve
Pars--a part
Penetralia--the innermost parts
Pimiacula--the labia
Porcus--a pig (the pig being a sacrificial animal)
Portus--a haven
Propudium fissile--the shameful cleft
Pterygomata--the labia
Pudendum muliebre--the womanly parts of shame
Puteus--a well
Recessus--a nook
Renes--the loins
Rima--a chink
Saltus--a narrow path, a defile
Scrobs--a ditch
Secessus--a recess
Sinus--the bosom
Spurium--the female member
Sulcus--the furrow cut by the plough
Tubus--a pipe
Ulcus--an ulcer
Umbilicus--the navel
Uterus--the womb
Vagina--a sheath
Vallis femorum--the valley between the thighs
Venereum arvum--the field of pleasure
Venus prodigiosa--the clitoris
Verenda--the parts of shame of either sex
Veretrum muliebre--the clitoris
Vesica--the bladder
Vinea--a vineyard
Viscera--the womb
Vulga--the vulva
Vulva--a wrapper, the womb   - Public-domain-content.com

Möse (anatomisch)

- Nicolas Henri Jacob

 Möse (wienerisch)

Welche ist die Beste?

1.
Zwölf Schwestern stritten um die Wett:
Wer von ihnen die Beste hätt.

2.
Die Meine ist so wenig,
Das macht der rote König.

3.
Die Meine ist von selt’ner Art,
Ihr läuft das Wasser durch den Bart.

4.
Die Meine ist ein Kind von Kern,
Wer sie sieht, der vögelt’s gern.

5.
Die Meine ist wie Butter weich,
Wer sie sieht, dem spitzt er gleich.

6.
Die Meine ist ein Lorbeerkranz,
Vögeln kann sie jeder Schwanz.

7.
Die Meine ist ein närrisch Luder,
Jeder Schwanz ist gleich ihr Bruder.

8.
Die Meine ist ein Tausendsaß,
Nach jedem Stoß läßt sie an Schaß.

9.
Die Meine läßt sich bürsten
Von Grafen und von Fürsten.

10.
Die Meine ist gewiß nicht klein,
Doch paßt ein jeder Schwanz hinein.

11.
Die Meine ist verwachsen,
Wie der Flachs in Sachsen.

12.
Die Meine, die ist krumm und schief,
Nach jedem Stoß macht sie ein’ Pfiff.

13.
Die Meine ist das Meisterstück,
Nach jedem Stoß gibt’s drei zurück

-  Nach Wikipedia "Gesungen beim k.k. Landwehr-Infanterieregiment Nr. 1. in Wien. Mitgeteilt vom Lehrer Josef Untermüllner in Wien."

 Möse (chinesisch)  

Körperteile, weibliche Geschlechtsteil
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Unterbegriffe
{?}
VB
Nymphe Penis
Synonyme