Pedizinmann  Einst war Taipan ein Mensch. Er war ein sehr guter Medizinmann. Er heilte Leute, die krank geworden waren, weil sie die Knochen der Warane oder Bandikuts verschluckt hatten. Er knetete und massierte ihren Bauch, dann saugte er den Knochen mit seinem Mund heraus und spie ihn aus, und der Kranke war genesen. Manchmal aber, wenn ein Mann zu krank war, sagte er ihm, daß seine Heilkraft ihm nicht helfen konnte, und daß er langsam sterben würde.

Taipan besaß einen Zauberknochen, den er auf seine Feinde deutete, die dann bald darauf starben. Er war sehr klug und weise. Er machte Blitz und Donner. Wenn Unfriede unter seinen Stammesangehörigen herrschte, weil eine junge Frau nicht zu ihrem Ehemann gehen wollte oder weil eine zukünftige Schwiegermutter ihre Tochter nicht hergeben wollte, dann machte Taipan Blitze und Donner, um sie alle einzuschüchtern.  - Märchen aus Australien. Traumzeitmythen der Aborigines. Hg. Anneliese Löffler. München 1992

Medizinmann  (2) Welchen genauen Weg der Medizinmann während seiner Entwicklung nimmt, ist völlig unklar geblieben, und es mag auch in verschiedenen Gegenden verschiedene Wege gegeben haben. Wahrscheinlich war für die meisten Medizinmänner die Umpolarisierung zum geistigen Menschen unerwartet, und sie haben sich weit in die Unendlichkeiten des Geistes verirrt. Sie sind ungeschickt gewesen, von ihren Erlebnissen zu berichten, aber auch wenn diese Berichte deutlicher wären, würden wir sie noch immer nicht verstehen.  - Ernst Fuhrmann, Emanationen. Nach (fuhr)
 
 

Mediziner Zauberer

 

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