itmenschen (30)

- John Runciman

Mitmenschen (31)

Mitmenschen (32)

- Thomas Rowlandson

 Mitmenschen (33)

- Maurits Escher

Mitmenschen (34)

- Grandville

Mitmenschen (35)

- Leonardo da Vinci

Mitmenschen (36)

- Josef Vachal

 Mitmenschen (37)

- Walter Schnackenberg

 Mitmenschen (38)

- Heinrich Zille und Hans Ostwald, Das Zille-Buch. Berlin 1929

 Mitmenschen (39)

- Karl Hubbuch, Karl Hubbuch

 Mitmenschen (40)

- Kurt Schwitters

 Mitmenschen (41)

- Michel Fingesten

 Mitmenschen (42)

Grosz: "Am Tisch"

- George Grosz

 Mitmenschen (43)

- Karl Hubbuch

 Mitmenschen (44)

- Fritz Lang / Metropolis

 Mitmenschen (45)

- Thomas Rowlandson

 Mitmenschen (46)

- William Hogarth

Mitmenschen (47)

- Sir Nathaniel Dance-Holland

Mitmenschen (48)

- Eduard Wiiralt, "Hölle"

Mitmenschen (49)


 

 

- Seymour Chwast

Mitmenschen (50)

- Paul Rumsey

Mitmenschen (51)

- Anon.

Mitmenschen (52)

- Jean Giraud (Moebius)

Mitmenschen (53)

- Saul Steinberg

Mitmenschen (54)

- Grandville

Mitmenschen (55)

- Boilly [?]

Mitmenschen (56)

- Thomas Rowlandson

Mitmenschen (57)

- N.N., Replik auf Hogarth

Mitmenschen (58)

- Carlos Grangel u.a., "The Road to El Dorado"

Mitmenschen (59)

Mitmenschen 1831 [Masken]

- Honoré Daumier

Mitmenschen (60)

- Honoré Daumier oder Louis Boilly?

Mitmenschen (61)

  

   

 - Nach (ave)

Mitmenschen (62)

Die linke und mittlere Reihe zeigen eine Gegenüberstellung entgegengesetzter Gefühls-, Charakter- und Triebrichtungen. Die rechte Reihe stellt Wert und Minderwertigkeit anschaulich dar.

Der italienische Physiologe Paolo Mantegazza gab 1880 ein Werk über Physiognomik und Mimik heraus (deutsch von R. Löwenfeld. Leipzig 1890), aus dem die nachfolgenden 12 Bilder ausgewählt wurden. Mantegazza hat jedes Bild durch ein Wort kurz und treffend charakterisiert. Die hier getroffene Zusammenstellung und originale Beschreibung der Bilder im Sinne der Huterschen Psycho-Physiognomik hebt die markanten Merkmale hervor, wodurch die psychologische Deutung erweitert und begründet wird.

Bild 156    Lust

Bei Lust und Freude wird das Empfinden gesteigert und die Lebenskraft erhöht. Daher sind Kopfhaltung und Gesichtsausdruck frisch und lebensfroh, der Augenausdruck glücklich und der Mund leicht geöffnet. Die Gesichts- und Halsgewebe sind plastisch schwellend, glatt und frisch gespannt. Das Haar legt sich schön an und ist auf der Stirn freundlich gewellt.

Bild 157    Schmerz

Die Kopfhaltung ist schwer und nach hinten gebeugt, der Hals stark angespannt und geschwollen. Die starke schmerzhafte Erregung und Spannung pflanzt sich bis in die sich nach allen Seiten sträubenden Haarspitzen fort, alles Glück und alle Ruhe auflösend. Der Mund ist schmerzhaft geöffnet und verzerrt, die Augen schließen sich, und die Partien über den Augen sind in starker Unruhe. Das Gewebe ist insgesamt ungünstig verändert, es verfällt, denn der Schmerz schwächt die Lebenskraft.

Bild 158    Liebe

Nicht große Geistigkeit, sondern einfache, warme Zuneigung spricht aus diesem Kopf. Das Gesicht ist glücklich und günstig strahlend gespannt. Feinheit und harmonische Ruhe liegen über den weichen Geweben, an Augen, Mund und Nase. Das Haar umgibt das Haupt weich, voll und schön, besonders schützend im Nacken, wo die Organe der Liebe und für zarte und feine Dinge liegen.

Eine Haartracht, die den Nacken frei läßt, nimmt den sich hier sammelnden und betätigenden feinen heliodischen Kräften ihren natürlichen Schutz, womit eine Wandlung der weibliehen Psyche ein-hergeht. welche sich in der Abgeneigtheit gegen natürliche Pflichten, z. B. als Gattin und Mutter, äußert.

Bild 159    Haß

Die elektrische Energie, die zerstört, herrscht vor. und daher werden die Gesichtszüge hart, der Blick kalt und die Kopfhaltung steif. Das Gesicht ist flach, hart, streng, die Mundwinkel böswollend herabgezogen, scharfe Einschnitte bilden sich in den Wangen und der Augenausdruck ist drohend, sichere Merkmale, daß Gefühl, Wohlwollen und Liebe verdrängt sind und dem Haß die böse Tat zu folgen vermag.

Bild 160    Wollust

Die Wollust gibt den Antrieb, sich in Liebe zu betätigen. Das Auge ist etwas verschleiert, es will locken, und das untere Augenlid ist gefüllt und gespannt. Mund, Kinn und Wangen sind voll, schwellend, das Haar legt sich üppig um Hals und Nacken, wodurch das Verlockende besonders hervortritt. Die tief in die Stirn gelegten Haare deuten an, daß höhere ethische Gefühle zurücktreten.

Bild 161     Schamhaftigkeit

Die Gefühle sind verhalten; die Verschämte wagt nicht aufzusehen, daher sind die Augenlider gesenkt. Die langen Augenwimpern, die das Auge schön machen, deuten auf leichte Empfänglichkeit für Suggestionen. Die großen Augenlider deuten auf Harmonie der Gedanken. Das Gesicht ist durch die Kopfbedeckung beschattet, die Haarflechten sind um das Haupt gelegt, sie weisen, wie auch der kleine Mund, auf das Jungfräuliche hin. Das Gesicht ist klein und zierlich; das kleine runde Kinn deutet auf sensibles, feines Empfinden, daher die leichte Schamhaftigkeit. Solche Naturen sind aber auch schutzbedürftig, nicht für den Lebenskampf geeignet.

Bild 162    Stolz

Bei dieser Kopfhaltung liegt die Hauptspannkraft in Kinn und hinterem Oberhaupt. Das Auge ist nur halb offen, und der Blick kommt von oben herab. Im Stolz ist der Schnurrbart lang gezwirbelt. Die Mütze läßt im hohen Hinterkopf die Selbstgefühle frei und drückt vorn sozusagen das Wohlwollen der Oberstirn herab und sitzt seitlich sehief, was auf Eitelkeit. Unternehmungs- und Händelsucht deutet.

Bild 163    Bescheidenheit

Bei geneigter Kopfhaltung haben die Gesichtszüge eine milde Abklärung, verbunden mit dem sanften Blick, wie man es bei Bescheidenheit und Güte findet. Das Haar fällt einfach und schlicht, der Bart ist weder gekünstelt noch geziert, was andeutet, daß diese Natur frei von aller Selbstgefälligkeit ist. Das Wohlwollen, die allempfindende Liebe und die Verehrung sind stark entwickelt, das zeigt der oben breite und plastische Vorderkopf; auch das überwiegen dieser warmen Vernunfttriebe macht den Menschen zu Bescheidenheit geneigt. So spricht der Lebensgeist aus diesen Bildern in sehr verschiedener WTeise, sowohl phrenologisch wie auch physiognomisch und mimisch.

Bild 164    Zynismus

Der lasterhafte Spott ist durch die große nach außen gebogene Nase, die hart und schmal ist und durch das kleine versteckte Auge mit dem hoch heraufgezogenen unteren Augenlid recht typisch illustriert. Die gefühllose Spannung von Ober- und Unterkiefer teilt sich dem Mund mit, der den harten Pfeifenstiel hält. Die Unterlippe spannt sich breit, die Oberlippe ist schmal, die Mundwinkel ziehen sich herab; dieser Ausdruck kennzeichnet, daß alles Zarte, Edle und Gute boshaft und frech herabgezogen wird. Die großen, knochig-harten Wangen verraten die kalte Natur. Der struppige Haarfall in Stirn und Nacken deutet auf Disharmonie im Gedanken- und Triebleben. Das strähnige Haar verrät dicke, nur wenig empfindliche Nerven, er kann daher viel Schmerz ertragen, fühlt solchen nur gering und ist dagegen gleichgültig bei sich und anderen, wie es Verbrechern häufig eigen ist.

Bild 165    Dummheit

Die Vernunftkräfte fehlen in dem flachen Oberkopf, und die Dummheit und Verblödung wohnt in der niederen, engen Stirn mit dem unschönen Haarschopf in der Mitte. Die trüben, kleinen Augen, die mediomisch schwere Oberlippe mit dem groben und großen Mund und dem zurückfallenden, impuls-armen Kinn sind so geistlos wie nur möglich. Das äußere Ohr ist unausgebildet, entsprechend armselig ist das Seelenleben. Der Hals ist überlastet, und zwar deutet die vordere Verformung ganz richtig die ungünstige chemische Stoffmischung an; hier liegt die Schilddrüse, die chemische Werkstätte des Gehirns, die degeneriert und entartet ist.

Bild 166     Genialität

Die gespannte Kopfhaltung mit den allseitig gespannten und gerundeten Formen, dem edlen, kraftvollen Hais, dem starken Kinn, der langen, feinen Nase, den leuchtenden, geistig kraftvollen Augen, der breiten, hohen, reinen und offenen Stirn sind Merkmale der geistig schöpferischen Kraft. Der Formenreichtum des Haares verrät die Fülle der Phantasie und die schöpferischen Gedanken. Das Bild - das in manchem besser ausgearbeitet sein könnte, um die beschriebenen Merkmale klarer sichtbar zu machen - erinnert an die Selbstbildnisse der berühmten Maier Rubens, van Dyck, Velasquez und anderer.

Bild 167     Galgengesicht

Das häßliche, abstehende, harte Ohr, die verbildete Nase, der schwere und lange Oberkiefer, der große Mund mit der breiten, hängenden Unterlippe, sind schwere disharmonische Merkmale. Das spitze Kinn zeigt, wie sehr der eigene Wille verfolgt wird, der, nach der harten Nase zu urteilen, ein verbrecherischer ist. Der steife, verrohte Nacken deutet auf Härte gegenüber dem zarten Leben. Zu dem finsteren Gesicht muß man sich das unreine Gewebe denken, beides läßt auf unreine Gedanken und schlechtes Blut schließen. Der stiere Augapfel deutet auf böse Autosuggestion, und die Kennzeichnung "Galgengesicht", die der Autor nach seinem Gefühl ganz richtig gab, ist nach der Wissenschaft der Psycho-Physiognomik gerechtfertigt.

- Physiognomik und Mimik. Analytische Geichtsausdruckstudien von und nach Carl Huter. Bearb. und Hg. Siegfried Kupfer. Schwaig bei Nürnberg 1964

Mitmenschen (63)

- Otto Dix

Mitmenschen (64)  Mit Kleinigkeiten gibt sich die Polizei nicht ab. Sie hat noch andere Leichen im Keller. Florimond Faroux und seine Spürhunde haben in der Tat alle Hände voll zu tun. Eine zerstückelte Frau in Châtillon, einen Steinwurf vom Kernreaktor entfernt. Ein Banküberfall in der Rue Vivienne, bei dem der Kassierer getötet wurde. Eine Abrechnung in der Unterwelt von Montmartre. Der mysteriöse Mord mit vorausgegangener Folter an einer Frau, die in Verdacht stand, die Komplizin der Schmugglerbande von Sarfotti gewesen zu sein. Diese pfiffigen Gangster, für die sich mein Freund Marc Covet extra nach Marseiile begeben hat, haben ihre Ware in einem U-Boot von Tanger an Frankreichs Mittelmeerküste transportiert. Die Zollbeamten haben ein ziemlich dummes Gesicht gemacht. All diese Fälle kann man in dem ausgezeichneten Buch von Roger May und Nik Sanders nachlesen, Schwere Waffen und leichte Mädchen. Und da ist auch noch der Mord an der pensionierten Siegelbewahrerin, der letzten noch lebenden dieser Art, einem wahren Museumsstück. Die Frau war übrigens ein Mann, der sich sechzig Jahre lang verkleidet hat. Auch ein interessanter Fall. Mit anderen Worten, Mörder und Diebe sind in diesem Frühling keine Mangelware. Sie strotzen vor Gesundheit, spucken Feuer, sprühen vor Temperament.   - Léo Malet, Wer einmal auf dem Friedhof liegt ...  Reinbek bei Hamburg 1994 (zuerst 1982)

Mitmenschen (65)  

- Nach Hogarth

Mitmenschen (66)  

- N.N.

Mitmenschen (67)

- N.N.

Mitmenschen (68)

- Ruquier [?]

Mitmenschen (69)

- René Almanza

Mitmenschen (70)

- Teresa Zelenkova

Mitmenschen (71)

- Giacomo Bufarini, Parabola di G

Mitmenschen (72)

- Junior Fritz Jacquet

Mitmenschen (73)

- Matthias Grünewald

Mitmenschen (74)

- Alfred Kubin

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