uckuck Kuckuck rn. Ahd. gauh, mhd. gouch, asächs. gâk, gök, mnd. gök, mnl. gooc, ags. gëac, urnord. gauka R (als Glücksvogel auf einem Brakteaten aus Schonen: Dt. Lit.-Ztg. 1935, 1168), anord. gaukr, dan. gjØg, schwed. gök weisen auf germ. *gauka~ Im Ablaut dazu steht ahd. guckön ,Kuckuck rufen‘. Die Germanen haben damit den Ruf des mehr gehörten als gesehenen Vogels nachgebildet. Der germ. Name ist auf nd. und nl. Boden früh ersetzt worden durch die treuere Nachbildung des Vogelrufs, die auch afrz. cucu, lat. cucûlus, gr. kókkyx, aslaw. *kukavica, bulg. kukawica, aind. kokilah hat bilden helfen. Das Schallwort bleibt, solange es als solches verstanden wird, vom Lautwandel unangetastet: P. Kretschmer 1924 Glotta 13, 133; E. Fraenkel 1926 Idg. Forsch. 54,269. Seit dem 13. Jh. kämpft kukuk mit gouch auf hd. Boden, obd. Zeugnisse beginnen im 15. Jh. Frühnhd. guck-, gutzgouch zeigen vor dem alten Wort das lautmalende gucken Kuckuck rufen‘ oder seine Intensivbildung guckezen > gutzen.

Der eintönige Ruf gibt Anlaß, den Vogel für töricht zu halten: schon um 1000 bietet Notker gouch Narr - Kluge/Mitzka, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Berlin 1967 (zuerst 1883)

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