rokodill  Freund Bakunin, welcher uns ebenfalls hierher gefolgt ist, und unendliche Thaten morgens beim Frühstücke an den Crevetten thut, die er außerordentlich gern ißt, kam gestern athemlos mit der Nachricht, er habe beim Baden ein höchst merkwürdiges Thier gefangen, das etwa eine Gestalt habe wie ein Krokodill, aber mit ganz langen Hörnern versehen sei, die ihm aus dem Kopfe hervorstünden, und mit denen es ganz seltsam um sich fahre. Er verlangte, daß wir sogleich einen neuen Genus-Namen für dasselbe ausdenken und die Art ihm widmen sollten. Nach langem Beschreiben der außerordentlichen Merkmale, welche dieses Thier besitzen sollte, läßt er sich endlich bewegen, es aus seiner Wohnung herüberzuholen, wo er es in einem Gefäße mit Wasser aufbewahrt hat. Welch unauslöschliches Gelächter ergriff uns, als er eine lebende Crevette beibrachte! Erst nachdem wir das Krebslein in siedendes Wasser geworfen, erkannte er die Richtigkeit unserer Diagnose an, und verspeiste sein Krokodill en miniature mit nicht geringem Appetite.  - Carl Vogt, in: Unterhaltungen mit Bakunin. Hg. Arthur Lehning. Nördlingen 1987
 
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