Hegel   1) stier, zuchtstier, vergl. unter DWB hagen taurus sp. 151. schweiz. hegi zuchtstier Tobler 260b.

2) narr, querkopf, schweiz. hegel, baurenhegel grobian Stalder 2, 30; im Aargau wird der eigenname Heinrich in den spottnamen Heichel, Zürih-Hegel 'querkopf' umgesetzt. Rochholz bei Fromm. 6, 458b; es rührt das mundartliche verbum hegeln, 'hernehmen, mit worten oder schlägen, auf eine niedrige art foppen' (Stalder a. a. o.), bair. hegeln zum besten haben, aufziehen, necken (Schm. 2, 164), schwäb. hegen plagen (Schmid 268) an; als die den hegel gefoppet (officiere einen neuen ehemann), er würde mir (der frau) die hosen lassen müssen. Simpl. 3, 40 Kurz.

3) vielleicht hieran anschlieszend wurden in Nürnberg die öffentlichen spruchsprecher, gelegenheitsdichter der niedrigsten art hegel, hegelein genannt (neben hängelein sp. 439): noch auch ungepeten nyemant zu essen geben sollen, dann pfeifern, hegeln und pusawnern, die inn auf dieselben zeit zu dem tanz hofieren und dienen. Nürnb. polizeiordn. 90; dem hegelein, der zum tanz ledt. s. 79; dem hegelin. s. 91.

4) hegel, schweiz. auch eine schlechte art zulegemesser, mit hölzernem griff. Stalder 2, 30. Tobler 260b.  - Grimmsches Wörterbuch

 

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