Grundwörter  Mallarmé wählt ein Wort und stellt dann Wort- bzw. Bilder-Netze her. Aber er vermeidet dabei immer das Naheliegende. Aus den Entwürfen zu seinem Über-Buch erfährt man, daß er aus drei Grundwörtern, aus ‹chasse›, ‹yacht› und ‹guerre›, alle Zusammenhänge von wichtigen menschlichen Ereignissen ableiten wollte: Begräbnis, Taufe, Ehe. So schafft das Über-Buch sich, paralogisch — a-logisch — kombinatorisch, gleichsam selbst seinen Inhalt. Der Zufall ist vernichtet. Doch täuschen wir uns nicht! Wir werden noch genau sehen, wie diese Vernichtung des Zufalls... durch beabsichtigte ‹ZufäIle› erfolgt. Im extrem Artifiziellen offenbart sich wieder eine natürliche Ur-Ordnung, die kombinierte a-logische ontologische Ordnung des Manierismus. - Gustav René Hocke, Manierismus in der Literatur. Sprach-Alchimie und esoterische Kombinationskunst. Reinbek bei Hamburg 1969 (rde 82/83, zuerst 1959)

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