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ALEKTO: Bis wir ihm sagen dürfen, Aug in Auge: So wissen wir die Braut
auch zu bedrängen: MEGÄRA: Und niemand hat Erwünschtes fest in Armen, Mit diesem allen weiß ich zu gebaren TISIPHONE: Muß der Augenblicke
Süßtes Singe keiner vom Vergeben! |
- Goethe, Faust 2. Teil
Furie (2) Wir warteten lange
in den Tag hinein, bis gegen zwei Uhr nachmittags, auf den ausgeschickten Lappen,
der endlich kam, vollkommen erschöpft, und so viele Rastplätze vergeblich durchsucht
hatte. Mit ihm kam ein Geschöpf, ich wußte nicht, ob es ein Mann oder eine Frau
war. Ich glaube, kein Dichter hat je eine Furie so trefflich geschildert, daß
diese hier sie nicht noch besser repräsentierte, man mußte ohne weiteres annehmen,
sie sei vom Styx gekommen. Sie erschien ziemlich klein, das Gesicht war schwarzbraun
vom Rauch, die Augen braun, leuchtend, die Augenbrauen schwarz, das Haar pechschwarz
und rings um den Kopf herabhängend, darauf saß eine rote, flache Mütze, der
Kittel war grau, und an der Brust, die wie Krötenhaut aussah, hingen lange,
schlenkernde, braune Zitzen, und ringsherum die Messingösen (sc. des
Kittels). Um die Taille hatte sie einen Gürtel, an den Füßen Schnürstiefel.
Ich erschrak bei ihrem ersten Anblick.
Ebendiese Furie spricht mich jedoch mit Zartheit und Mitgefühl an: „O du
armer Mensch, welche Umstände eines schweren Schicksals haben dich hierhergetrieben,
wohin niemand zuvor sich gewagt hat, bisher habe ich noch nie einen Fremden
hier gesehen. Du armer Mensch, wie bist du hierhergekommen, oder was willst
du? Siehst du nicht, wie wir hausen, siehst du nicht, mit welcher Mühsal wir
zur Kirche kommen müssen?" - (lin)
Furie (lachende)

- Ernst Barlach 1926, nach: E. B. mit Selbstzeugnissen
und Bilddokumenten dargestellt von Catherine Krahmer. Reinbek bei Hamburg 1984
(rm 335)
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