inger
Wenn wir unsere Finger in besonderer Weise verschränken,
so sind wir manchmal nicht im Stande, einen bestimmten Finger auf Befehl
zu bewegen, wenn der Befehlende bloß auf den Finger zeigt - ihn bloß unserm
Aug zeigt. Wenn er ihn dagegen berührt, so können wir ihn bewegen. Man
möchte diese Erfahrung so beschreiben: wir seien nicht im Stande, den Finger
bewegen zu wollen. Der Fall ist ganz verschieden von dem, wenn wir nicht
im Stande sind, den Finger zu bewegen, weil ihn etwa jemand festhält. Man
wird nun geneigt sein, den ersten Fall so zu beschreiben: man könne für
den Willen keinen Angriff finden, ehe der Finger nicht berührt werde. Erst
wenn man ihn fühle, könne der Wille wissen, wo er anzugreifen habe. — Aber
diese Ausdrucksweise ist irreführend. Man möchte sagen: »Wie soll ich denn
wissen, wo ich mit dem Willen anzupacken habe, wenn das Gefühl nicht die
Stelle bezeichnet?« Aber wie weiß man denn, wenn das Gefühl da ist, wohin
ich den Willen zu lenken habe?
Daß der Finger in diesem Falle gleichsam gelähmt ist, ehe wir eine Berührung
in ihm fühlen, das zeigt die Erfahrung; es war aber nicht a priori einzusehen.
- (wit)
Finger (2) Gott hat einen Engel
geschaffen und ihm so viele Finger wie die Zahl der Verdammten im Feuer
gegeben; und jeder einzelne von ihnen wird von nur einem Finger dieses
Engels gefoltert. Bei Allah, ich sage euch, wenn dieser Engel einen seiner
Finger auf das Firmament legen würde, es würde von seiner Hitze schmelzen.
- Tawus Al-Yamani, nach (boc)
Finger (3)
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O hunderttürmiges Prag |
- Viteszlav Nezval, nach (mus)
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